Mord an Joggerin in Lampertheim: DNA-Spur, 5.000 Euro Belohnung – neuer „Aktenzeichen XY“-Aufruf

Mord an Joggerin in Lampertheim: DNA-Spur, 5.000 Euro Belohnung – neuer „Aktenzeichen XY“-Aufruf

Inhaltsverzeichnis
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    True Crime · Fahndung 05.09.2026
    Unbekannte DNA, 1.300 Vergleichsproben – und jetzt ein neuer „Aktenzeichen XY“-Aufruf

    Fast zwei Jahre nach dem Mord an einer 36-jährigen Joggerin im Lampertheimer Wald ist der Täter noch immer unbekannt. Die Ermittler verfügen über die DNA-Spur eines bislang nicht identifizierten Mannes, haben rund 1.300 freiwillige Vergleichsproben genommen und bereits zahlreiche Hinweise geprüft. Nun erhöht die Staatsanwaltschaft Darmstadt den Fahndungsdruck: 5.000 Euro Belohnung sind ausgelobt, neue Plakate werden verteilt und am 9. September 2026 wird der Fall erneut in „Aktenzeichen XY... Ungelöst“ gezeigt.

    Tat16. September 2024
    ErmittlerMordkommission „1609“
    Belohnung5.000 Euro
    Nächster XY-Aufruf9. September 2026
    Neu im September 2026: Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat 5.000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung des Täters führen. Polizei und Staatsanwaltschaft kündigen außerdem an, bei „Aktenzeichen XY... Ungelöst“ neue Erkenntnisse vorzustellen. Die Sendung läuft am 9. September 2026 um 20.15 Uhr im ZDF.

    Der 16. September 2024 war ein Montag. Eine 36-jährige Frau aus Lampertheim ging am Vormittag im Wald joggen. Sie kehrte nicht zurück. Ein Spaziergänger entdeckte später ihren Leichnam auf einem Waldweg. Nach den Ermittlungen war die Frau dort mit Messerstichen getötet worden. Ihr Auto stand auf einem nahegelegenen Waldparkplatz.

    Ein Detail fiel den Ermittlern besonders auf: Der Täter nahm das Mobiltelefon aus der Bauchtasche der Frau mit. Das Gerät wurde später im Wald in Richtung Bürstadt gefunden. Warum das Telefon bewegt wurde, ist öffentlich nicht geklärt.

    Die Polizei richtete die Mordkommission „1609“ ein. Rund 30 Beamtinnen und Beamte arbeiteten an dem Fall. Trotz intensiver Ermittlungen, einer ersten bundesweiten TV-Fahndung im Oktober 2024 und eines großen DNA-Vergleichsprogramms ist bis heute weder die Identität des Täters noch ein Motiv bekannt.

    Die wichtigsten Stationen des Falls

    Wähle einen Zeitpunkt. Die Chronologie trennt gesicherte Ermittlungsinformationen von offenen Fragen.

    16. September 2024
    Eine Joggerin wird im Lampertheimer Wald getötet

    Die 36-Jährige ist am Vormittag zum Joggen unterwegs. Sie wird später auf einem Waldweg tot aufgefunden. Die Ermittler gehen davon aus, dass sie dort durch Messerstiche getötet wurde.

    17. September 2024
    Die Mordkommission „1609“ übernimmt

    Polizei und Staatsanwaltschaft bündeln die Ermittlungen in einer rund 30-köpfigen Mordkommission. Tatort und Waldgebiet werden nach Spuren und Zeugen untersucht.

    2. Oktober 2024
    Der Fall kommt erstmals zu „Aktenzeichen XY“

    Die Ermittler wenden sich bundesweit an die Öffentlichkeit. Nach der Sendung gehen weitere Hinweise ein, die geprüft werden.

    Oktober 2024
    Zwei Männer und ein heller Kleinwagen werden gesucht

    Die Polizei sucht zwei Männer, die am Vormittag des Tattags in unterschiedlichen Bereichen des Waldes beobachtet wurden, sowie Zeugen zu einem hellen Kleinwagen mit Wormser Kennzeichen.

    Fortlaufende Ermittlungen
    Eine unbekannte männliche DNA-Spur wird zum Schlüssel

    Am Opfer wird die DNA eines bislang unbekannten Mannes gesichert. Ein Datenbankabgleich liefert keinen Treffer.

    Bis 2026
    Rund 1.300 freiwillige DNA-Proben

    Im Zuge der Ermittlungen werden bei rund 1.300 Personen freiwillige DNA-Proben genommen und mit der unbekannten Spur verglichen. Der Täter kann dadurch bislang nicht identifiziert werden.

    2. September 2026
    5.000 Euro Belohnung und neue Fahndungsplakate

    Staatsanwaltschaft und Polizei erhöhen den öffentlichen Fahndungsdruck. Rund um den Tatort und in Nachbargemeinden sollen neue Plakate auf den ungelösten Mord aufmerksam machen.

    9. September 2026
    Zweiter großer Aufruf bei „Aktenzeichen XY“

    Der Fall wird erneut im ZDF vorgestellt. Die Ermittler wollen aktuelle Erkenntnisse bekanntgeben und hoffen auf neue Hinweise.

    Was am 16. September 2024 im Lampertheimer Wald geschah

    Nach den öffentlich bekannten Ermittlungsinformationen brach die 36-Jährige am Vormittag zu ihrer Joggingrunde auf. Ihr Fahrzeug stand auf einem Waldparkplatz. Auf einem Waldweg wurde sie später tot entdeckt. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen von einem Tötungsdelikt aus.

    Der Täter nahm nach der Tat das Mobiltelefon der Frau aus ihrer Bauchtasche. Das Smartphone blieb jedoch nicht verschwunden: Es wurde später im Wald in Richtung Bürstadt gefunden. Für die Ermittler ist dieser Ortswechsel relevant, weil er eine Handlung nach dem Angriff dokumentiert. Über das Motiv dafür haben die Behörden bislang keine gesicherte Erklärung veröffentlicht.

    Auch das generelle Tatmotiv bleibt offen. Öffentlich ist weder geklärt, ob Täter und Opfer sich kannten, noch ob die Begegnung zufällig erfolgte.

    Die DNA-Spur: der stärkste objektive Ansatz der Ermittler

    Am Opfer konnte eine DNA-Spur eines bislang unbekannten Mannes gesichert werden. Nach Angaben der Polizei war diese Spur nicht in einer relevanten Datenbank hinterlegt. Ein automatischer Treffer auf eine bereits registrierte Person blieb damit aus.

    Für einen ungeklärten Mordfall ist eine belastbare DNA-Spur dennoch von großer Bedeutung. Sie ermöglicht es, Personen, die in den Fokus der Ermittlungen geraten oder freiwillig eine Vergleichsprobe abgeben, direkt mit der unbekannten Spur zu vergleichen. Genau dieses Verfahren wurde in Lampertheim in großem Umfang eingesetzt.

    Rund 1.300 freiwillige DNA-Proben wurden nach Angaben der Polizei im Rahmen der Ermittlungen genommen. Trotz dieser hohen Zahl führte der direkte Abgleich bislang nicht zur Identifizierung des unbekannten Mannes.

    Was feststehtEs existiert eine männliche DNA-Spur, die einem bislang unbekannten Menschen zugeordnet wird. Der Datenbankabgleich ergab keinen Treffer.
    Was nicht feststehtDie Öffentlichkeit kennt weder die Identität dieses Mannes noch alle kriminaltechnischen Details dazu, wie und an welcher exakten Stelle die Spur gesichert wurde.

    Warum 1.300 DNA-Proben den Täter trotzdem nicht automatisch liefern

    Ein DNA-Reihentest wird häufig missverstanden. Die Zahl der getesteten Personen sagt zunächst nur aus, wie groß der überprüfte Personenkreis war. Ist der tatsächliche Spurenverursacher nicht darunter, kann auch eine sehr große Zahl negativer Abgleiche keinen Treffer erzeugen.

    Ein negatives Ergebnis ist für die Ermittler dennoch wertvoll, weil dadurch Personen aus einem bestimmten Untersuchungsansatz ausgeschlossen werden können. Die hessische Polizei spricht neben dem direkten Abgleich ausdrücklich von weiteren Ermittlungen rund um die Spur. Welche aktuellen Erkenntnisse daraus entstanden sind, soll zumindest teilweise in der kommenden XY-Sendung erläutert werden.

    Die zwei Männer, nach denen 2024 als mögliche Zeugen gesucht wurde

    Im Oktober 2024 suchten Polizei und Staatsanwaltschaft nach zwei Männern, die am Vormittag des Tattags in unterschiedlichen Bereichen des Waldes gesehen worden waren. Die Behörden erklärten, diese Personen könnten wichtige Hinweise für den Fortgang der Ermittlungen geben.

    Einer der Männer soll sich zwischen etwa 10.15 und 10.20 Uhr in der Nähe der Grillhütte am ehemaligen Parkplatz des Lorscher Wegs aufgehalten haben. Er wurde als ungefähr 30 bis 50 Jahre alt beschrieben. Nach Zeugenaussagen trug er eine schwarze Kappe, ein schwarzes weites Oberteil, eine hellblaue Jeans und schwarze Schuhe.

    Ein zweiter Mann wurde zwischen etwa 10.30 und 11 Uhr im Bereich des Wasserwerks beobachtet. Er wurde als schlank, ungefähr 1,80 Meter groß und etwa 30 bis 40 Jahre alt beschrieben. Genannt wurden ein dunkler Kapuzenpullover, eine Hose mit Tarnfleckmuster und schwarze halbhohe Schuhe.

    Der helle Kleinwagen mit Wormser Kennzeichen

    Zusätzlich suchten die Ermittler Zeugen zu einem hellen Kleinwagen mit Wormser Kennzeichen. Das Fahrzeug soll gegen 11.30 Uhr vom Waldparkplatz Bürstadt in Richtung Bürstadt gefahren sein und könnte aus Richtung des Wasserwerks gekommen sein.

    Auch hier handelt es sich nicht automatisch um ein Täterfahrzeug. Mitte Oktober 2024 waren laut damaliger Berichterstattung bereits 205 Hinweise zu dem Tötungsdelikt eingegangen. Die Ermittlungen blieben dennoch ohne den entscheidenden Durchbruch.

    Warum das gestohlene Handy bis heute eine wichtige offene Frage ist

    Der Täter nahm das Handy aus der Bauchtasche der Joggerin und ließ es später an einer anderen Stelle im Wald zurück. Denkbar wären theoretisch verschiedene Gründe – die Ermittler haben jedoch öffentlich keine Erklärung als bewiesenes Motiv bestätigt. Deshalb wäre jede Festlegung Spekulation.

    Sicher ist nur: Fundort des Telefons und Tatort lagen nicht am selben Punkt. Die Polizei hat zur neuen Fahndung erneut eine Übersicht veröffentlicht, die Tatort und Auffindeort des Handys räumlich einordnet.

    Warum der Fall am 9. September 2026 erneut bei „Aktenzeichen XY“ gezeigt wird

    Der Mordfall war bereits am 2. Oktober 2024 Thema bei „Aktenzeichen XY... Ungelöst“. Nach der damaligen Ausstrahlung gingen zusätzliche Hinweise ein, die von der Mordkommission geprüft wurden. Eine Identifizierung des Täters gelang jedoch nicht.

    Nun kehren die Ermittler fast zwei Jahre nach der Tat in die Sendung zurück. Die Polizei kündigt an, aktuelle Erkenntnisse bekanntzugeben. Das ZDF führt den Fall für die Sendung vom 9. September unter dem Titel „Beim Joggen ermordet“ und weist darauf hin, dass Zeugen vor der Tat einen Mann mit auffälligem Verhalten beobachtet hätten.

    Welche neuen Details gegenüber 2024 tatsächlich erstmals veröffentlicht werden, ist vor der Ausstrahlung noch nicht vollständig bekannt.

    Living Article: Dieser Beitrag sollte nach der XY-Ausstrahlung vom 9. September aktualisiert werden, sobald Polizei oder Staatsanwaltschaft neue bestätigte Fahndungsdetails oder die Zahl eingegangener Hinweise veröffentlichen.

    5.000 Euro Belohnung: Was sich im September 2026 verändert hat

    Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat eine Belohnung von 5.000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung des Täters führen. Gleichzeitig werden im Umfeld des Tatorts und in benachbarten Gemeinden neue Fahndungsplakate veröffentlicht.

    Eine Belohnung bedeutet nicht automatisch, dass die Ermittler kurz vor einer Festnahme stehen. Sie soll vielmehr Personen motivieren, Erinnerungen, Beobachtungen oder Informationen weiterzugeben, die sie bisher möglicherweise für unwichtig hielten.

    Was die Polizei heute konkret wissen will

    Die aktuellen Fahndungsansätze:
    • Wer bemerkte am 16. September 2024 verdächtige Personen im Wald?
    • Wer kann aufgrund von Erzählungen oder auffälligem Verhalten eine Person mit der Tat in Verbindung bringen?
    • Wer erinnert sich an Beobachtungen, die erst rückblickend wichtig erscheinen?
    • Welche Informationen könnten helfen, die unbekannte männliche DNA-Spur einer Person zuzuordnen?

    Hinweise an die Mordkommission „1609“

    Ab der Ausstrahlung am Mittwochabend, dem 9. September 2026, nennt die Polizei das Hinweistelefon +49 6252 706 500. Unabhängig davon nimmt die Mordkommission „1609“ Hinweise unter +49 6252 706 0 sowie per E-Mail an moko.1609.ppsh@polizei.hessen.de entgegen.

    Wer konkrete Informationen besitzt, sollte sie direkt den Ermittlungsbehörden mitteilen und nicht zunächst in sozialen Netzwerken veröffentlichen.

    Welche Fragen nach fast zwei Jahren offen sind

    Wer ist der unbekannte Mann, dessen DNA im Zusammenhang mit dem Fall gesichert wurde? Welches Motiv hatte der Täter? Warum wurde das Mobiltelefon aus der Bauchtasche genommen und später im Wald zurückgelassen? Gab es vor der Tat einen Kontakt zwischen Täter und Opfer? Welche Bedeutung haben die 2024 gesuchten Zeugen und das damalige Fahrzeug für die Rekonstruktion?

    Die Öffentlichkeit kennt nur einen Teil der Ermittlungsakte. Das ist bei einem laufenden Mordverfahren beabsichtigt: Bestimmte Informationen werden zurückgehalten, um Zeugenaussagen überprüfen und mögliches Täterwissen erkennen zu können.

    Häufige Fragen zum Mordfall Lampertheim

    Wann wurde die Joggerin in Lampertheim getötet?

    Die 36-jährige Frau wurde am 16. September 2024 im Lampertheimer Wald getötet. Sie war am Vormittag joggen.

    Ist der Täter bekannt?

    Nein. Stand 5. September 2026 ist der Täter nicht identifiziert. Das Motiv ist ebenfalls weiterhin unklar.

    Gibt es eine DNA-Spur?

    Ja. Die Polizei hat eine männliche DNA-Spur gesichert, die bislang keiner bekannten Person zugeordnet werden konnte. Ein Datenbankabgleich ergab keinen Treffer.

    Wie viele DNA-Vergleichsproben wurden genommen?

    Nach Angaben des Polizeipräsidiums Südhessen wurden im Rahmen der Ermittlungen bei rund 1.300 Personen freiwillige DNA-Proben genommen.

    Wie hoch ist die Belohnung?

    Die Staatsanwaltschaft Darmstadt hat 5.000 Euro für Hinweise ausgelobt, die zur Ergreifung des Täters führen.

    Wann läuft der Fall bei „Aktenzeichen XY“?

    Der Fall wird am Mittwoch, 9. September 2026, ab 20.15 Uhr im ZDF erneut behandelt.

    War der Fall schon einmal bei „Aktenzeichen XY“?

    Ja. Bereits am 2. Oktober 2024 wandten sich die Ermittler über die Sendung an die Öffentlichkeit.

    Welche Bedeutung haben die zwei 2024 gesuchten Männer?

    Die Männer wurden als Personen gesucht, die möglicherweise wichtige Hinweise geben könnten. Öffentlich wurde nicht festgestellt, dass sie Tatverdächtige sind.

    Quellen und Dokumentation

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    Über

    YaYa Marek ist Redakteur bei UniversalPulse24 und erkundet die Schnittstellen von Geschichte, Geist und Zukunft.

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